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Ash Magick: Rituals Of Anathematic East (Review)

Artist:

Ash Magick

Ash Magick: Rituals Of Anathematic East
Album:

Rituals Of Anathematic East

Medium: CD/LP/MC/Download
Stil:

Black Metal

Label: Apocalyptic Witchcraft
Spieldauer: 44:43
Erschienen: 29.08.2025
Website: [Link]

Black Metal aus der Türkei, noch dazu von zwei Damen dargeboten, darf durchaus als exotisch verbucht werden. Denn Black Metal im Kontext des Islam ist mitnichten alltäglich, noch dazu wenn zwei Frauen die Triebfedern sind.


ASH MAGICKs „Rituals Of Anathematic East“ ist bereits das dritte Vollalbum der Band und bietet eine mystisch aufgeladene Version des Genres, die ihre Ursprünge im Sound alter DARKTHRONE hat, diese aber mit der stoischen Kälte MYSTICUMs verbindet.
Dabei klingt die Musik bisweilen bewusst anachronistisch und scheppert ohne allzu viel klangliche Tiefe durch das Soundgebälk. Das hat zur Folge, dass Gitarre und Schlagzeug das Musikgeschehen bestimmen und das hallende Geschrei beider Damen jeglichen Verdacht auf Schöngeistigkeit zunichtemacht.


Dank der rohen und ungefilterten Herangehensweise erschaffen ASH MAGICK eine finstere, bisweilen okkulte Atmosphäre, die weniger durch Symbolik oder dergleichen entsteht, sondern vom lärmenden Ansatz der Musik ausgeht.
Unter klangästhetischen Gesichtspunkten ist „Rituals Of Anathematic East“ sicher keine Grazie, aber der rohe, unnachgiebige Ansatz, der verwaschene Charakter der Musik birgt einen stimmungsvollen Reiz, der Black Metal als Ausdruck einer Antikultur präsentiert und damit die Wurzeln des Genres ehrt, ohne allzu sehr auf Nostalgie zu setzen.


FAZIT: ASH MAGICKs „Rituals Of Anathematic East“ ist dank seiner rohen, augenscheinlich primitiven Herangehensweise sowas wie ein Anti-Statement zu mancher Hochglanz-Produktion. Zuvorderst aber ist dieses Album ein Freiheitsausdruck im Kontext religiös geprägter Regionen, wie eben der Heimat der Musikerinnen. Dass das Album also einer gehässigen Fratze gleicht, macht als Ausdruck von Rebellion in einem religiös geprägten System Sinn und wirkt stimmig.

Dominik Maier (Info) (Review 187x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Intro
  • The Kneeling Wretch
  • Beyond Dara's Gates
  • Sacred Flames of Anathema
  • Baptistery
  • Interlude
  • Silent Ruin, None Evade
  • Day of Resurrection
  • Outro

Besetzung:

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